Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel

13. Juni - 11. Juli 2020

von Theresia Walser

Drei Diktatorengattinnen treffen bei einer Pressekonferenz aufeinander, denn das Leben von Frau Margot, Frau Imelda und Frau Leïla soll verfilmt werden. Die drei sind nicht mehr im Amt und spielen keine Rolle mehr in der Weltpolitik, ihren Status haben sie allerdings nicht abgelegt. Sie blicken gerne auf eine ereignisreiche Zeit zurück, in der ein versuchter Mordanschlag nicht fehlen durfte. Wozu hatte man denn einen schusssicheren BH? Kurz vor Beginn der Konferenz wetteifern die drei mit Partys bei Stalin, Gedichten von Mao und Geschenken, die Castro persönlich überreichte. Inmitten des hochkarätigen Zickenkriegs steht Dolmetscher Gottfried. Seine bald frei interpretierenden Simultanübersetzungen führen zu Missverständnissen, die dramatische Folgen haben.

Theresia Walser absolvierte ihre Schauspielausbildung in Bern. Inzwischen gehört sie zu den erfolgreichsten Dramatikerinnen der Gegenwart. Ihre satirische Komödie «Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel» wurde in fünf Sprachen übersetzt.

Inszenierung:
Stefan Meier

Besetzung:
Gottfried Jeroen Engelsman
Frau Imelda Nicola Trub
Frau Margot Kornelia Lüdorff
Frau Leila Gabriele Fischer

Wir danken unserern Förderern:

Echos

Treffsicher zeichnen die Schauspielerinnen Kornelia Lüdorff, Nicola Trub und Gabriele Fischer ihre Figuren: die spröde Margot in ihrer Klugheit und Verblendung, die Möchtegern-Operndiva Imelda, die Leila als flatterhaftes Dummchen. 

Anne-Sophie Scholl, Der Bund, 15.6.2020

Jeroen Engelman meistert seinen Part als graue Maus, die zunehmend bissiger agiert, bestens. «Ein guter Dolmetscher ist immer einen Satz voraus», lautet sein Credo, das natürlich für viele Missverständnisse zwischen den Damen, die sich eh schon spinnefeind sind, sorgt.

Helen Lagger, Berner Zeitung, 15.6.2020 

Der Regisseur verwirklicht mit den drei Frauen eine spannende Distanz der Persönlichkeiten zueinander. Sie zeigt sich in den Dialogen wie in der Gestik und im ganzen szenischen Verhalten. Damit übereinstimmend, den Effekt sogar verstärkend, wirken die Kostüme von Sybille Welti. (…) 
Dass DAS THEATER an der Effingerstrasse mit dieser hervorragenden Produktion den Corona-Stillstand abschliessen und sich damit für diese Spielzeit von seinem Publikum verabschieden darf, ist höchst erfreulich

Fritz Vollenweider, Seniorweb

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