Ziemlich beste Freunde

07. Dezember 2019 - 07. Januar 2020

nach dem Film «Intouchables» von Éric Toledano und Olivier Nakache
unter dem Patronat des Berner Theatervereins

Philippe ist adlig, gut aussehend und hat jede Menge Geld. Früher war er sportlich. Nach einem Paragliding-Unfall ist er querschnittsgelähmt und auf das angewiesen, was er zuvor nie brauchte: Hilfe. Das Pflegepersonal gibt sich die Klinke in die Hand, denn der Job ist anspruchsvoll. Als Philippe einen neuen Betreuer sucht, bewirbt sich auch Driss, der gerade seine Haftstrafe wegen eines Raubüberfalls abgesessen hat. Eigentlich kommt er nur zum Vorstellungsgespräch, weil er beim Arbeitsamt belegen muss, dass er sich um eine Stelle bemüht. Als Pfleger sieht sich Driss nicht. Philippe fühlt sich sofort von seiner unverstellten Art angezogen, denn Mitleid kann er nicht ertragen. Er engagiert Driss, der sein völliges Gegenteil verkörpert. Bald bringt der unberechenbare Driss Bewegung in den durchorganisierten Alltag des Tetraplegikers. Zwischen den beiden Aussenseitern entwickelt sich eine aussergewöhnliche Freundschaft.

Mit «Intouchables», basierend auf der wahren Geschichte von Philippe Pozzo di Borgo, landeten die Filmregisseure Éric Toledano und Olivier Nakache einen Kinohit. René Heinersdorff gelang eine Neufassung des Stoffes, die nun in der Schweiz erstmals zu sehen ist.

Inszenierung:
Markus Keller

Bühnenfassung:
René Heinersdorff

Besetzung:
Philippe Ulrich Westermann
Driss Fabian Guggisberg
Magalie Karo Guthke
Yvonne Katharina Schlaak
Antoine, Julien Helge Herwerth

Echos

Charles Linsmayer, Der Bund , 9. 12. 2019

Die «Unberührbaren» aus dem Erfolgsfilm berühren auch auf der Bühne Zwischen Belustigung und Tiefsinn: An der Effingerstrasse zeigt Markus Keller die Bühnenadaption des Films «Intouchables» in einer Besetzung, die keine Wünsche offenlässt. 

Fritz Vollenweider, Seniorweb, 9.12. 2019

Keine Frage: Was die beiden Hauptdarsteller, der Mann im Rollstuhl (Ulrich Westermann) und sein Betreuer, Gesellschafter, Pfleger und Freund (Fabian Guggisberg), zusammen erschaffen, ist eine so wirklichkeitsnahe wie auch stimmungsvoll unverfälschte Zweisamkeit, welche die Situation auf der Bühne weitaus hinter sich lässt und Einblicke in menschliche Nähe und Gemeinsamkeit öffnet, die man auch dann für lebensnah und echt halten würde, wenn man nicht im Geheimen wüsste, dass ja an sich ein wahre Begebenheit erzählt wird. (...)
 Markus Keller hat mit einem geschickt zusammengesetzten Ensemble einen Theaterabend inszeniert, den auch die eingefleischten Filmfreunde kaum mit den «Intouchables» verwechseln werden.

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