Das Jahr magischen Denkens

24. August - 20. September 2019

Ein Schauspiel von Joan Didion basierend auf ihren Memoiren
Koproduktion mit dem Vorarlberger Landestheater

Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört plötzlich auf. Neun Monate nach dem Tod ihres Mannes, des berühmten Journalisten und Autors John Gregory Dunne, ist dies einer der ersten Sätze, die Joan Didion schreibt. 

Am Abend des 30. Dezember kehrt Joan Didion mit ihrem Mann von der Intensivstation zurück, wo Tochter Quintana im künstlichen Koma liegt. Sie bereitet das Abendessen vor, er liest den Korrekturabzug eines Buches, sie unterhalten sich. Mitten im Satz verstummt John. Joan denkt, er mache einen Witz, klopft ihm auf den Rücken – und John fällt leblos auf den Tisch, wird kurz darauf im Krankenhaus für tot erklärt. Vierzig Jahre einer innigen Liebes- und Arbeitsbeziehung: vorbei. Joans Gedanken stocken, fallen auseinander – bis sie schliesslich beginnt, alles Vorgefallene akribisch zu ordnen, in der Erinnerung mögliche Vorzeichen zu finden und zu deuten. In allem, was an jenem Dezemberabend passierte, sucht sie Spuren, die helfen könnten, das Unbegreifliche zu verstehen. Als sie zu schreiben beginnt, geht es um nichts weniger als das Überleben. Unsentimental, selbstironisch und mit schonungsloser Offenheit dokumentiert Joan ihre Verdrängungsstrategien, ihre Sucht, immer alles im Griff haben zu müssen, und ihren Kampf gegen die Last der Schuld: Vielleicht hätte sie ihren Mann retten können.

Heidi Maria Glössner spielt den Bühnenmonolog, den die Journalistin und Schriftstellerin Joan Didion auf Basis ihres gleichnamigen internationalen Bestsellers verfasste. Ein Stück über das Nichtbegreifbare endgültiger Abschiede, über die Liebe und die fordernde Wahrhaftigkeit des Lebens.

Inszenierung:
Wolfgang Hagemann

Besetzung:
Joan Didion
Heidi Maria Glössner

Programmheft:
Das Jahr magischen Denkens

Echos

Heidi Maria Glössners nuan­ciertes Spiel berührte an der Pre­miere, das Publikum und sie selbst.

Helen Lagger, Berner Zeitung, 26.8.2019

Heidi Maria Glössner beeindruckt mit ihrer schauspielerischen Leistung in Joan Didions «Das Jahr magischen Denkens».

Anne-Sophie Scholl, Der Bund, 25.8.2019

«DAS THEATER an der Effingerstrasse» in Bern zeigt zum Saisonbeginn eine Aufführung, die sowohl mit dem Inhalt und Gehalt des Textes als auch mit der einmalig starken und differenzierten Interpretation von Heidi Maria Glössner, der grossen Dame des Theaters, hohe Massstäbe setzt.

Fritz Vollenweider, seniorweb, 25.8.2019

Heidi Maria Glössner, die Grande Dame des Berner Theaters, stemmt im Effingertheater einen Monolog, in dem die Schriftstellerin Joan Didion den Tod von Mann und Tochter verarbeitet.

Gisela Feuz, Der Bund, 22.8. 2019

In Bern ist nun Heidi Maria Glössner in der von Didion verfassten Bühnenadaption von «Das Jahr magischen Denkens» zu sehen. Die Schauspielerin tritt solo auf, eine Seltenheit in einer Branche, in der vor allem Männer kluge, komplexe Monologe spielen dürfen.

Lena Tichy, Berner Kulturagenda, 20.8.2019

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