Burn Baby Burn

10. Januar - 09. Februar 2018

Carine Lacroix
Schweizer Erstaufführung

Eine Abenteuerreise zwischen Fantasie und Wirklichkeit.

An einer verlassenen Tankstelle im Nirgendwo hofft Violette, Treibstoff für ihr Moped zu finden. Unerwartet trifft sie dort auf die gleichaltrige Erla, die scheinbar an diesem seltsamen Ort lebt. Die beiden jungen Mädchen verbindet auf den ersten Blick nichts. Violette ist mit geschmuggelten Drogen unterwegs, Erla lebt in einer glitzernden Fantasiewelt. Mit ihren erfundenen Geschichten kann sie erst einmal bei Violette nicht punkten. Bald stellt sich heraus, dass die zwei Mädchen Ausreisserinnen sind, die verbrannte Erde hinter sich gelassen haben. Ein geregeltes Leben kennen sie nicht. Langsam entsteht zwischen den beiden Nähe, eine Art Freundschaft.
Zunehmend fühlt sich Violette von Erlas Tagträumen von Freiheit, Flucht und grossem Geld angezogen. Das Leben kann losgehen. Doch dann erscheint der Pizzabote Issa, ein Junge aus dem Ort, der unbequeme Wahrheiten mitbringt.

Carine Lacroix wurde 1974 in Paris geboren. Als sie zehn Jahre alt war, reisten ihre Eltern ein Jahr lang mit ihr in einem Wohnmobil durch Europa. Diese Zeit beschreibt sie heute als prägend.
«Burn Baby Burn» ist das bisher erfolgreichste Stück der Schauspielerin und Autorin. Es wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mit diversen Preisen ausgezeichnet.

Regisseurin Petra Schönwald wurde 2017 für den österreichischen Jugendtheaterpreis STELLA 17 nominiert. 

 

Inszenierung:

​Petra Schönwald

Besetzung:

Erla Julia Sewing
Violette Eva-Maria Weingärtler
Issa Aaron Frederik Defant
 

Echos

12.01.2018, Seniorweb, Fritz Vollenweider

Petra Schönwald hat mit viel Gespür für das hinter der Brillanz und der Dialektik der Dialoge liegende Scheue, Suchende, Träumende, Sehnsüchtige und vor allem die Präsenz der beiden gegensätzlichen Frauen und ihren Weg, ihre Situation gestaltet. Hat sie damit nicht gerade beispielshaft vor Augen geführt, was man als Verlorenheit der heutigen Generationen, vor allem der jüngeren, bezeichnen könnte? Das verlorene Paradies von heutigen Kindern des Olymps? Nicht Säkularisierung oder Profanisierung, sondern einfach das Gefühl, ein vergangenes und andersartiges Leben mit seinen Freuden und Nöten irgendwie verloren zu haben?  

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