6 aus 45

25. März - 21. April 2017

von Simone Füredi
nach Motiven der Filmkomödie «Lang lebe Ned Devine» von Kirk Jones

Unter dem Patronat des Berner Theatervereins

Uraufführung

Im verschlafenen irischen Dorf Tullymore ist die Ziehung der Lottozahlen der Höhepunkt der Woche. Jackie, der mit seinem Bootsservice kurz vor der Pleite steht, und seine Frau Annie erfahren aus der Zeitung, dass der 17 Millionen Euro schwere Jackpot in ihrem Dorf geknackt wurde! Jackie vertraut sich seinem besten Freund Michael an, einem Ex-Banker aus Dublin, der als Aussteiger in einem Wohnmobil lebt.
Gemeinsam suchen die drei den Gewinner, um sich wenigstens ein kleines Stückchen vom grossen Kuchen schnappen zu können. Doch das Dorf hat 52 Einwohner. 
Nach einem Dorffest, das die drei nur deshalb veranstaltet haben, um den Glückspilz zu entlarven, macht das Trio eine unverhoffte Entdeckung.

«6 aus 45» ist nach «Clochard» von 2009 und «Kleine Fische» von 2010 Simone Füredis drittes Theaterstück, das am Theater an der Effingerstrasse uraufgeführt wird.

Inszenierung:

Markus Keller

Besetzung:

Jackie O`Shea  Gilles Tschudi
Annie O`Shea  Christiane Wagner
Michael O`Sullivan  Horst Krebs
Eileen McClary  Karo Guthke 
Mr. Andrew O`Malley  Helge Herwerth
​Ned Devine Werner Wenger
   

 

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Echos

Der Bund, Lena Littmeyer, 27.März 2017

Gilles Tschudi. Jackie, den Mann, der die Idee zum Identitätsdiebstahl hat, spielt er als grossen Buben mit manipulativer Energie. Diebisch ist seine Freude, wenn eine Täuschung gelingt.  

Seniorweb, Fritz Vollenweider, 27. März 2017

In dieser Geschichte eines Lottogewinns in einem irischen Dorf von 51 Einwohnern, wird der anonyme Gewinner erst einmal nur von Jackie O’Shea (ein lausbübisch spielfreudiger Gilles Tschudi) und seiner Gattin Annie (bieder-einfach dargestellt von Christiane Wagner) gefunden. Ned Devine allerdings (Werner Wenger in der bemerkenswert ausgespielten Rolle eines Toten) kann den Gewinn nicht mehr selber einfordern. Also geht es darum, möglichst alles auszutricksen, was die 17 Millionen Pfund dem Entdecker des Gewinners und am Ende dem ganzen Dorf abspenstig machen könnte.
Jackie holt Hilfe bei seinem Aussteiger-Freund Michael O’Sullivan (mit hohlem Pathos wirksam verkörpert von Horst Krebs). Von nun an entlockt der Talmi-Glanz der Einfälle und der manchmal unbeholfenen, manchmal erstaunlicherweise wirksamen Intrigen der beiden abwechselnd Staunen und Lachen. Absicht ist es, den fast zu naive Kontrolleur der Lottogesellschaft (Helge Herwerth) ganz, die vorlaut-laszive Eileen (Karo Guthke) immerhin fast hinters Licht zu führen. Im ganzen eine Abfolge von Lausbübereien ohne grossen Tiefgang, doch des einfallsreich verblüffende Situationen schaffenden Spiels wegen – Sprache und Gestik der Darsteller, illustrative Tableaus der Regie im praktisch-nüchternen Bühnenbild von Peter Aeschbacher – von immer wieder belustigenden Unterhaltungswert. 

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